Der Vollumbau des Max-Morlock-Stadions – eines der ambitioniertesten Stadionprojekte der Bundesrepublik. Alle aktuellen Informationen kompakt und übersichtlich auf einen Blick.
Aus dem 1928 erbauten und 2005 zu seiner heutigen Achteck-Form modernisierten Stadion wird ein zukunftsweisendes, wieder international taugliches Fußballstadion – ohne Laufbahn und mit Tribünen dicht am Spielfeld.
Rund 50.000 Plätze im Ligabetrieb, über 40.000 Sitzplätze bei internationalen Spielen.
Budgetrahmen von 260–280 Mio. €. Frühere Schätzungen lagen bei rund 200 Mio. €.
Bestehendes Max-Morlock-Stadion im Volkspark Dutzendteich im Südosten Nürnbergs.
Architektur- und Planungsbüro asp aus Stuttgart mit Stadt, Verein und Fachplanern.
Im besten Szenario Saisonauftakt Sommer 2031, Fertigstellung 2031/2032.
Die Stadt bleibt Eigentümer, der 1. FC Nürnberg wird Pächter und Betreiber.
Die charakteristische Achteck-Form bleibt erhalten – im Inneren entsteht ein reines Fußballstadion mit maximaler Atmosphäre.
Der Wegfall der Laufbahn schafft Platz, um die Tribünen deutlich näher an das Spielfeld zu rücken – für eine intensivere Atmosphäre.
Die prägende „Octagon"-Silhouette des Stadions wird bewahrt und modern interpretiert.
Die denkmalgeschützte historische Stadionwand bleibt erhalten und wird in den Neubau integriert.
Etwa 15.200 Stehplätze in Ober- und Unterrang, dazu ein Gästebereich mit rund 2.800 Stehplätzen.
Vereinsmuseum, Fanräume, Fanzone und Geschäftsstelle werden in das Stadion integriert.
VIP-Bereich für bis zu 3.500 Personen; Nutzung für Konferenzen und große Konzerte möglich.
Von der Machbarkeitsstudie bis zur geplanten Eröffnung – der Weg zum neuen Stadion.
Die Stadt beauftragt ein externes Planungsbüro mit einer Studie zu Sanierung, Modernisierung oder Neubau.
Vorstellung der Studie; der Stadtrat beschließt einstimmig das weitere Vorgehen.
Stadtratsbeschluss zur Vorplanung; das Stuttgarter Büro asp wird beauftragt.
Stadt, Verein und Planer präsentieren „Das neue Achteck".
Der Stadtrat berät und entscheidet über das Bauprogramm – eine positive Entscheidung wird erwartet.
Suche nach einem Totalübernehmer – ähnlich den Umbauten in Karlsruhe und Freiburg.
Im optimalen Szenario Saisonauftakt im neuen Stadion im Sommer 2031.
Eines der teuersten Stadionprojekte in der Geschichte der Bundesrepublik – mit einem klaren Finanzierungsanspruch.
„Ich werde großen Wert darauf legen, dass das Stadion kein Zuschussprojekt der Stadt Nürnberg wird."— Andreas Krieglstein, Zweiter Bürgermeister der Stadt Nürnberg
Die Stadt bleibt Eigentümerin des Stadions, der 1. FC Nürnberg wird Pächter. Parallel zur weiteren Planung werden eine detaillierte Kostenermittlung und ein Businessplan zur Finanzierung erstellt.
Während der Bauzeit braucht der Club eine Heimspielstätte – mehrere Optionen werden geprüft.
Es wurden vier potenzielle Standorte für ein Interimsstadion identifiziert; auch Lösungen im Umland sind möglich.
Ein Interimsbau für drei bis vier Jahre gilt als denkbar und würde die Bauzeit am Hauptstandort verkürzen.
Ein Ausweichstadion könnte die Gesamtbauzeit reduzieren und damit die Kosten des Projekts senken.
Der Vollumbau setzt konsequent auf ressourcenschonende Lösungen und einen erhaltenden Ansatz.
Das Max-Morlock-Stadion wurde ursprünglich 1928 erbaut und 2005 zu seiner heutigen Achteck-Form modernisiert. Auch in dieser Form ist es inzwischen sanierungsbedürftig; die Stadt Nürnberg investiert jährlich rund 2,5 Millionen Euro allein in die Instandhaltung.
Das Stadion erfüllt moderne internationale Standards nicht – ein wesentlicher Grund für die gescheiterte Bewerbung um die UEFA EURO 2024. Mit dem Vollumbau soll ein zukunftsfähiges, atmosphärisches und wieder international taugliches Stadion entstehen.
Alle Informationen basieren auf offiziellen und journalistischen Veröffentlichungen (Stand Juli 2026).
Was Verantwortliche von Stadt und Verein zum Vollumbau des Max-Morlock-Stadions sagen.
Mit der Vorplanung haben wir aus vielen Ideen und Zielsetzungen ein konkretes Zukunftsbild entwickelt. Ein Stadion dieser Größenordnung muss heute mehr leisten, als an Spieltagen Fußball zu ermöglichen. Es muss wirtschaftlich funktionieren, ganzjährig genutzt werden können und den Menschen in Nürnberg dauerhaft einen Mehrwert bieten.
Wir haben keine Laufbahn mehr. Wir haben eine bessere Sicht von fast allen Plätzen. Wir haben deutlich mehr Komfort für die Fans, durch bessere Laufwege, mehr Kioske und Toiletten.
Das Stadion muss eine Seele haben, deshalb müssen die Fans eingebunden werden.
Wir sind der Stadt sehr dankbar, dass unsere Fans aktiv in die Gestaltung ihrer neuen Heimat eingebunden wurden. Gleichzeitig eröffnet die Vorzugsvariante Möglichkeiten für Nutzungen, die weit über den Fußball hinaus einen gesellschaftlichen Mehrwert schaffen.
Für den Club war von Anfang an entscheidend, dass er eine wettbewerbsfähige Infrastruktur erhält und über diese an 365 Tagen im Jahr verfügen kann.
Zitate nach fcn.de und nordbayern.de (Juli 2026).
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